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Startschuss für einen störungsfreien Übergang

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Rhomberg Sersa Deutschland (RSD) verbindet Schottergleise und Feste Fahrbahn erstmals mit dem Übergangsmodul V-TRAS.

Eine Reduzierung des Instandhaltungsaufwands und eine Erhöhung der Streckenverfügbarkeit: Diese Vorteile verspricht sich – und dem Kunden Deutsche Bahn – die Deutschlandtochter der Rhomberg Sersa Rail Group (RSRG) durch den Einbau eines V-TRASModuls auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Wendlingen–Ulm. Es ist das erste solche Modul überhaupt in der Bundesrepublik. Die planerischen Vorbereitungen hierfür sind bereits erfolgt. Im Frühjahr 2022 soll der Einbau planmäßig abgeschlossen sein. Zeitgleich laufen die Vorbereitungen für den Einbau des Moduls an weiteren bestehenden Brückenbauwerken. Zusätzlich führt die RSD Untersuchungen durch für die Beantragung der Zulassung des Moduls für Geschwindigkeiten bis 250 km/h. 

 

Erfahrung hat das Unternehmen durch seine Zugehörigkeit zur international tätigen RSRG schon reichlich: „V-TRAS bewährt sich seit mehr als acht Jahren in den verschiedensten Streckenkategorien, sei es im Übergangsbereich von Fester Fahrbahn zum Schotteroberbau oder als Übergangskonstruktion von Brücken- zu Erdbauwerken“, weiß Norman Krumnow, Leiter Innovation bei RSD. „Rund 50 Mal haben wir es in der Gruppe bereits verbaut. Dadurch ist die bestehende Eisenbahninfrastruktur verlässlicher und leistungsfähiger geworden. Ganz im Sinne einer kundenorientierten Ausrichtung für die Beförderung von Menschen und Gütern.“

Die Vorteile

Die verschiedenen Gleisbauarten unterscheiden sich stark in ihrem zeitlichen Verhalten. Dadurch entwickeln sich die Übergänge während des Betriebs häufig zu empfindlichen Störstellen. V-TRAS sorgt dafür, dass die Setzungen sowohl im Ober- als auch im Unterbau und auch zwischen Kunst- und Erdbauwerken störungsfrei ausgeglichen werden - unabhängig von der FF-Bauart. Sonderschwellen oder sonstige Zusatzmaßnahmen sind unnötig, der Einbau erfolgt mit konventionellen Gleisbaumethoden. Zudem vereint das Modul alle Vorteile der werkseitigen Vorfertigung und vermindert durch die geringe Anzahl von Einzelelementen potenzielle Fehlerquellen. Und: Die zusätzliche Gleisausrüstung lässt sich ebenfalls problemlos einbinden. Der Einbau des Übergangsmoduls V-TRAS stellt daher eine optimale Möglichkeit dar, einen störungsfreien Bahnverkehr und damit die nachhaltige Nutzbarkeit der neuen und bestehenden schienengebundenen Infrastrukturen langfristig zu gewährleisten. Gleichzeitig berücksichtigt der Einbau von V-TRAS das nachhaltige Bauen unter ökonomischen Anforderungen.

Einbauvarianten und Zulassungen

Es gibt sechs verschiedene Übergangsbereiche von Kunst- auf Erdbauwerke. Seit Februar 2021 hat die Rhomberg Sersa Deutschland GmbH vom Eisenbahnbundesamt die Zulassung für alle diese Varianten:

  • Var. 1: FF auf EBW <--> SchO auf EBW, 
  • Var. 2: SchO auf EBW <--> SchO auf BBW, 
  • Var. 3: SchO auf EBW <--> FF auf BBW, 
  • Var. 4: FF auf EBW <--> SchO auf BBW, 
  • Var. 5: FF auf BBW <--> SchO auf BBW, 
  • Var. 6: FF auf EBW <--> FF auf BBW (kein Einsatzbereich für V-TRAS). 
     

Zudem ist V-TRAS bis zu einer Geschwindigkeit von max. 160 km/h zugelassen und hat die Zulassung zum Einbau in den Ländern Schweiz, Österreich, Australien, Großbritannien für die Variante 1.

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