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NBS Wendlingen-Ulm: Das Großprojekt schreitet voran

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Der Fahrbahnfertiger taucht auf: erste Kilometer auf freier Strecke und Beginn der Ausrüstung der Bahntechnik

60 Kilometer doppelgleisige Streckenlänge, 11 Tunnel, 243 Mio Euro Investitionsvolumen und der Generalunternehmervertrag von der Ausführungsplanung über die Ausführung des Oberbaus und der Bahntechnik bis hin zur Mitwirkung in der Inbetriebnahme: Das Großprojekt Neubaustrecke Wendlingen-Ulm geht weiter.

 

Nach dem Zuschlag für den gesamten bahntechnischen Ausbau für zwei Lose des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm an die Arbeitsgemeinschaft Bahntechnik Schwäbische Alb (ARGE BSA) schreiten die Arbeiten gut voran: Mit Stand Mai 2020 wurden die ersten insgesamt rund 33 Kilometer in die Hoheit der ARGEPartner Rhomberg Bahntechnik GmbH und Swietelsky Baugesellschaft m.b.H. übergeben. Der Gleisbau läuft auf vollen Touren: Die Feste Fahrbahn in beiden Röhren des etwa sechs Kilometer langen Albabstiegstunnels ist fertig eingebaut, seit August 2019 läuft auch der Bau der Fahrbahn auf freier Strecke. Aufgrund der Witterungseinflüsse sind hier erweiterte Maßnahmen nötig, um das millimetergenau eingerichtete Gleis vor und während der Betonage zu schützen. Eine spannende Herausforderung für das Team, die aber nach den ersten Kontrollmessungen hervorragend gemeistert werden konnte. 

 

Auch im Bereich Bahntechnik konnte gestartet werden: Im Albabstiegstunnel werden beispielsweise seit Mitte April 2020 in mehreren Bauphasen insgesamt zirka 220 Kilometer Kabel eingezogen, die alle Bauteile der elektrotechnischen und elektromechanischen Ausrüstungsgewerke sowie die Systeme der Telekommunikation und der Bahnenergie mit Strom und Datenverbindungen versorgen. 

 

Mit der Übergabe der zweiten Hälfte des Bauabschnittes GU 3, die in Kürze erfolgen wird, kommt wohl eine der maßgeblichsten Herausforderung für das gesamte Team der ARGE BSA. So kann die Ausführung in den bis zu 8,8 Kilometer langen Tunneln teilweise nur in Sackgasse ausgebaut werden. Das erfordert ein ausgeklügeltes Rettungs- und Logistikkonzept, das vor allem vor dem Hintergrund einer Vielzahl an parallel stattfindenden Arbeiten alle Beteiligten fordern wird.

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