10 Jahre RSRG

10 Jahre Rhomberg Sersa Rail Group – warum unser Zusammenschluss eine Erfolgsgeschichte wurde

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Lesedauer: 10 Minuten

Die nachfolgende Erzählung ist eine Verdichtung aus 23 Gesprächen, die im Frühjahr 2022 mit Mitarbeiter:innen aus verschiedenen Unternehmensebenen und Ländern geführt wurden.     

Die zwei Familienunternehmen Rhomberg und Sersa kann man sich vor der Fusion wie ein Paar vorstellen, das sich kennen und schätzen gelernt hat. Die Erfahrungen führen zum Schluss „Wir beide sind zusammen unschlagbar“ und sie sagen JA zueinander. In diesem Fall war es die Unterzeichnung des Zusammenschlusses zur Rhomberg Sersa Rail Group am 17. September 2012.

Über das Rumpeln in der Anfangsphase

Bekanntlich beginnt mit diesem JA die Arbeit erst, auch wenn es eine „Liebesheirat“ ist. Man erkennt zwar, die andere Seite bringt auch etwas mit und die kombinierte Expertise schafft Mehrwert, jedoch die Kultur ist nicht gleich, aber ähnlich. Es entsteht unvermeidlich Reibungsenergie. Die ist nicht immer angenehm, aber für das Zusammenwachsen unerlässlich. Wie können die Mitarbeitenden des Maschinen- und Personalbereitstellungsgeschäfts und jene des Projektgeschäfts so zusammenspielen wie beim Fussball, bei dem der Gesamterfolg zählt?

 

Die Eigentümer Hubert Rhomberg und Koni Schnyder machen es vor. Alles wird offen ausgesprochen, man diskutiert auf Augenhöhe und mit Wertschätzung. Es darf nicht ums Rechthaben gehen, sondern im Fokus steht „das ist unser Weg“. Bei unterschiedlichen Meinungen fällen die Eigentümer einen gemeinsamen Entschluss, der auf kompetenzorientiertem Vertrauen basiert. Das heisst, man vertraut auf die Kompetenzen, die der andere im jeweiligen Bereich mitbringt. Der Entschluss wird dann in Einigkeit kommuniziert. Zudem bewährt sich beim Zusammenwachsen die Weisheit, die der Senior-Eigentümer vertritt: „Eine gute Beziehung gelingt dann, wenn man gegenseitig grosszügig ist und über Kleinigkeiten hinwegsieht.“ Und so steht die Rhomberg Sersa Rail Group heute da: innovativ, motiviert, teamfähig, konfliktfähig, offen für Neues, freudig selbstbewusst und stolz auf den Erfolg der Gruppe.

Die spannende Frage: Was macht uns erfolgreich?

Hört man den Erzählungen der Mitarbeiter:innen zu, dann lernt man einiges über den Ursprung, über die Zutaten des Erfolgs der Rhomberg Sersa Rail Group. Sehr häufig werden die Eigentümer selbst genannt. Ihr langfristiges Denken, ihr Vertrauen darauf, dass manche Krisen durchtaucht werden müssen, wie es sich im Markt Australien gezeigt hat. Nach schwierigen Jahren steht der Standort heute vortrefflich da und blickt optimistisch in die Zukunft. „Den langen Weg gehen“ als Erfolgsfaktor? Es scheint zu stimmen.  

 

Als wichtige Voraussetzung für den Erfolg wird die Struktur von kleinen, agilen Einheiten genannt. Sie erlaubt ein unternehmerisches Handeln in der Gruppe. Eine Spielregel, die beachtet wird: Jeder lässt dem anderen Raum für Eigenentwicklungen. Das Nebeneinander von verschiedenen Kulturen, von Individualität, von Eigenart, ist gewünscht. Und immer wieder wird in den Gesprächen eine Werthaltung genannt, die wie ein Zauberelixier für den Erfolg wirkt: die Wertschätzung.

 

Sei es auf Baustellenbesuchen, beim Anhören von neuen Ideen oder gegenteiligen Meinungen – es wird Wertschätzung und Respekt gezeigt. Die Eigentümer machen es vor, sie zeigen grossen Respekt vor dem Geleisteten. Auf der Baustelle wird das besonders deutlich empfunden. Ein „Tschüss und erledigt“ gibt es nicht. Nach erfolgreichem Projektabschluss wird das Miteinander, das Zusammenkommen gepflegt. Überhaupt wird das familiäre Miteinander als wesentlich für den Erfolg angesehen.  

 

Kommen wir zur Innovationskraft in der Gruppe. Da schon vor dem Zusammenschluss ein innovativer Geist in beiden Unternehmen wehte, wirkt sich die Fusion wie ein Innovationsschub x 2 aus. Die Eigentümer zeigen ihre Freude über Neues ganz offen, sie lieben Innovationen, sind stolz, wenn von den Mitarbeitenden etwas Neues hervorgebracht wird. Diese Freude und den Stolz spüren auch die Kunden. Sie sind beeindruckt von der Zusammenarbeit in der Gruppe. Das Know-how wird geteilt, in allen Märkten eingesetzt, Kunden erhalten Zugang zu den Business-Einheiten in anderen Ländern. Das Teilen der Expertise aus Europa wird in Australien und Nordamerika sehr geschätzt. Und schon sind Ansätze erkennbar, dass sich die Rhomberg Sersa Rail Standorte selbst zu Exporteuren von Innovationen entwickeln.

 

Blicken wir auf die oft zitierte Fähigkeit zu Kooperation in der Rhomberg Sersa Rail Group. Sie ist die Antwort auf die gestiegene Komplexität. Durch das Zusammenarbeiten der verschiedenen Bereiche und der Schwesterfirmen in der Gruppe gibt es vielfache Nutzen und Vorteile für die Kunden, die so von anderen Unternehmen nicht geleistet werden können. „Wir sind Kooperationsweltmeister“, davon sind die Eigentümer überzeugt.

 

Wie jeder weiss, hängt es von den Menschen ab, ob Kooperationen gelingen. Und so gelangen wir zum wichtigsten Erfolgsfaktor: Zu den Mitarbeitenden in der Rhomberg Sersa Rail Group.

 

Sie verfügen nicht nur über Wissen, das sie austauschen, sondern auch über Vorstellungskraft und Ideenreichtum. Damit lösen sie täglich viele Herausforderungen. Oft sind es die kleinen Ideen, mit denen sie Kunden begeistern. Die Kreativität in der Gruppe hat sogar neue Kooperationsmodelle, neuartige partnerschaftliche Vertragsmodelle zustande gebracht, die bereits das Vertrauen eines Grosskunden gewonnen haben. Die Rhomberg Sersa Rail Group ist hier als Vorreiter vorgeprescht und läutet ein neues Zeitalter von Vertragsmodellen ein. Auch hier waren es Mitarbeitende, die sich mit Leidenschaft und mit Herzblut hineingekniet haben, damit Arbeit auch in Zukunft Freude macht.

Unser Bild der Rhomberg Sersa Rail Group 2032

Das Wissen in der Gruppe steht allen unseren Kunden zur Verfügung. Wir haben es geschafft, Technologie- und Wissensplattformen aufzubauen. Stellt euch vor – wir verkaufen dieses Wissen auf Baustellen, die wir gar nicht selbst bauen. Auch werden die Baustellen virtuell durchgespielt, bevor die tatsächliche Arbeit beginnt. Welch‘ eine Erleichterung! Wir sind Vorreiter in der Ressourcenthematik, in der Nachhaltigkeit, in der Klimaneutralität, weil wir uns schon sehr früh damit beschäftigt haben. Diskussionen um den Preis gehören der Vergangenheit an. Die Frage „wie geht’s am billigsten“ ist durch „wie geht’s ressourcenschonend“ ersetzt worden. Da unsere Kunden mit uns in Kooperationsmodellen zusammenarbeiten, ist es ein völlig anderes Arbeiten geworden. Bauen 2032 macht Sinn und Freude.

 

Der Austausch von Mitarbeitenden, technischer Ausrüstung, Ideen und neuen Entwicklungen unter unseren Standorten in Europa, Australien und Nordamerika hat sich in solch einem Ausmass entwickelt, wie wir uns das noch vor zehn Jahren nicht vorgestellt hätten. Durch den engen fachlichen und persönlichen Austausch, durch gemeinsame Erlebnisse, entwickeln sich Freundschaften mit Kolleg:innen an anderen Standorten. Das hat zur Folge, dass zunehmend mehr Mitarbeitende für eine bestimmte Zeit in andere Regionen innerhalb unserer Gruppe wechseln.

 

Was 2032 gleichgeblieben ist? Wir pflegen immer noch eine direkte, persönliche Kommunikation mit unseren Kunden und den Kollegen. Trotz der neuartigen Errungenschaften im Kommunikations- und Arbeitsbereich ist uns das Menschliche wichtig. Auf gute Beziehungen, Nähe zu unseren Kunden, darauf achten wir auch 2032 stets.

 

Die Mitarbeitergewinnung als grosse Herausforderung haben wir gelöst. Auch in diesem Bereich haben wir neue Arbeitswelt-Modelle entwickelt. Es ist uns gelungen, die Begeisterung unserer Mitarbeitenden, unsere Pionierrolle und unsere Werte erlebbar zu machen. Die Menschen in der Rhomberg Sersa Rail Group sind stolz, in dieser Gruppe zu arbeiten. Das macht uns unübertrefflich.

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